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Die aktuellen Pflegefellchen

Im heutigen Tagesvideo möchten wir euch mal wieder bei unseren Sorgenfellchen auf den neuesten Stand bringen. Das erledigen aber Karin und Indira sehr ausführlich mit ihren Erklärungen, deshalb möchten wir hier im Text nochmal darauf hinweisen, dass auch so eine Schwemme an Diagnosen für uns nichts besonderes ist. Wir führen nicht aus PR-Gründen ein Kuhaltersheim, wir sehen uns da einfach auch genau in dieser Pflicht und nehmen deshalb speziesübergreifend ganz bewusst die älteren, oft ungewollten Fälle auf, egal ob das der 12jährige Pekinese Puschek, der in diesem Monat 30jährige Wallach Loriot oder die fast 17jährige Kuh Klara ist.

In der Folge ist es natürlich logisch, dass bei diesen Herrschaften auch die Altersbeschwerden enorm zunehmen. Damit rechnen wir nicht nur, dafür sind wir auch hervorragend im Team aufgestellt. Denn wir erwähnen öfter, dass Jan ein ausgebildeter Landwirtschaftsmeister ist. Darüber darf man aber nicht vergessen, dass es sich bei Karin um eine ausgebildete Krankenschwester handelt, der dementsprechend Injektionen und andere medizinische Handhabungen alles andere als fremd sind, und auch Indira auf eine reichhaltige Erfahrung im Umgang mit Tieren, vor allem mit Pferden, zurückblicken kann. Wir sind im Team einfach ideal aufgestellt, um tierischen Seniorinnen und Senioren noch einen fantastischen Lebensabend zu bieten. Was übrigens auch der Grund ist, warum wir Wochenendarbeiten ablehnen müssen. Hier hat fast jedes Tier seine individuelle Krankengeschichte mitsamt Behandlungsoptionen, die muss man im Kopf haben, um darauf eingehen zu können. Was unmöglich in wenigen Wochen oder sogar Tagen erlernt werden kann, so wird dann jede gutgemeinte Hilfe schnell zu einer Belastung.

Zusammengefasst sollte sich jedenfalls niemand über diese Diagnosen erschrecken, auch nicht über die wirklich harten. Damit muss man in einem Altersheim leider ständig rechnen, wir stehen auch so sehr auf dem Boden der Realität, um jedes Jahr mit mindestens 4, 5, wenn nicht sogar mehr Abschieden zu rechnen. Daran darf man im traurigen Ernstfall nicht zerbrechen, sondern muss sich darauf besinnen, wie sehr das betreffende Tier noch einen Einblick in ein artgerechtes Leben erhalten hat und wie zufrieden es gegangen ist. Denn nur darum geht es auf einem Lebenshof: Geschundenen Seelen nochmal eine möglichst lange Zeit im Paradies zu gewähren und dabei zu hoffen, dass diese Entschuldigung für das grausame Vorleben angenommen wird.

Hof Butenland ist ein Lebenshof für sogenannte Nutztiere, aber auch Haustiere, die vor der Schlachtung, dem Hungertod oder aus schlimmer Vernachlässigung gerettet werden konnten. Die Tiere, die hier leben, brauchen keinen Nutzen mehr zu erfüllen, sondern können das tun, wofür sie auf der Welt sind: leben.

Hof Butenland is a farmed animal sanctuary. We rescue and provide lifelong care for animals that have been saved from slaughter, neglect, exploitation and abuse. Hof Butenland is their lifetime home now.

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